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Mittwoch, 25. April 2012

Going West

So schon bald geht's wieder in Richtung Westen.

Wir sind hier in den letzten Tagen in Neuseeland und wie üblich kommt da immer was zusammen, was zu erledigen ist. All das Bürokratische wie Versicherungen, Strom, Telefon u.s.w. Aber auch im und rund ums Haus gibt's viel zu tun, u.a. Pest und Weed Control (nein nein kein Wort über die Possums).

Deshalb ist unsere Zeit leider auch etwas beschränkt (nur die Zeit).

Hier zur Abwechslung mal ein paar Fotos von unserem "Garten". Die meisten (von uns gepflanzten) Pflanzen sind natürlich immer noch relativ klein, aber immerhin merkt man, dass sie wachsen. Was will man mehr.


 unsere Einfahrt, im Hintergrund sieht man auch unseren Busch, mehr oder weniger was man sieht gehört zu unserem Buschblock, bis zu den Tannen ganz hinten sind es ca 500 Meter Luftlinie




 Garten West, im Hintergrund wieder mal unser Wahrzeichen, der Mt Hikurangi

 Giant Bamboo, die beiden neuen Shoots sind nach 4 Wochen schon fast höher als der Rest


Peace



Noch die obligaten Wasserfotos, die Insel liegt vor Mangawhai Heads



Dünen bei Mangawhai Heads


Pataua North, an diesem Beach hat man Moa-Eierschalen gefunden (http://de.wikipedia.org/wiki/Moa)



Nein nicht die Hand Gottes, sondern ein alter Puriri

In einer Woche sollten wir via Auckland, Singapur und Langkawi per Boot auf Ko Lipe (Thailand) ankommen. Falls wir bei dem Stress da unverhofft noch ein paar Minuten Zeit finden, werden wir uns nochmals melden. Kia Ora!

Sonntag, 11. März 2012

Dr summer isch verbii ..., s'isch nid e schöne summer gsi

Ja der Sommer ist wohl vorbei, aber unschön war er nur des Wetters wegen. Die Grillen grillen aber immer noch munter das immerwährende Lied.

Der Grillenmeister himself

Die letzten Tage hat's fast nur noch geregnet. Nicht ideal für all die Garten und Landscaping-Arbeiten (und Golf), die noch auf der To-Do Liste stehen. Dafür haben wir etwas mehr Zeit um unsere Ferien online zu planen. Auf der Possum-Ebene immer noch Ruhe, schon fast seltsam.

In Whangarei gibt's alle zwei Jahre eine Gartentour (nennt sich Whangarei Garden Discovery), da kann man dann rund 25 private Gärten bestaunen. Einige sind nicht allzu gross, andere sind schon mehr ein Park. Da wir hier ein suptropisches Klima haben, sieht man viele Palmen und andere exotische Pflanzen wie Agaven und Aloes u.s.w., aber natürlich auch viel einheimisches Gewächs. Bei einigen Gärten konnte man auch Pflanzen kaufen, meist bedeutend günstiger als in den kommerziellen Geschäften. Gaby hat davon natürlich rege Gebrauch gemacht.

Hier einfach ein paar Bilder davon.







ein fleischfressender, namenloser Pet-Eel   (Aal)


der See im Hintergrund wurde vom Besitzer, ein ehemaliger Farmer, selber ausgehoben






Gaby und Hündchen Tess im siebten Himmel


















Wir geniessen auch weiterhin unsere Ausflüge (unter anderem zur Doubtless Bay und Karikari Peninsula). Bei uns in Northland hat's halt einfach die besten Strände, deshalb auch die obligaten Beach-Fotos. Sorry Berg- und Schneefreunde!

Frogtown Beach

 Taupo Bay

Tauranga Bay

er wollte immer schon zur Feuerwehr

 Hihi, ein kleiner Ferienort an der Doubtless Bay (da wird nicht gelacht, heisst wirklich so)


 Matai Bay


Matauri Bay

Ueber die Jahre ist hier in Neuseeland mehr oder weniger schleichend alles teurer geworden. Das Problem ist die fehlende Competition. Da wir nun rausgefunden haben, dass im Moment ein Neuseeland-Schweiz-Retourflug bedeutend teurer ist als ein Schweiz-Neuseeland-Retourflug, kommen wir mit einem One-Way in die Schweiz und buchen dann da ein Retourflug ab Zürich (oder Genf). Neben Singapur und Langkawi gehen wir auf dem Weg in die Schweiz diesmal nach Ko Lipe, eine kleine thailändische Insel nahe der malayischen Grenze. Schauen wir mal.

Flash: latest News! the possums are back

Mittwoch, 15. Februar 2012

Summertime

Mõrena

Inzwischen sind wir im Hochsommer hier, aber so richtig sommerlich ist es noch nicht, aber die Grillen grillen wie irr (nicht auf dem Grill). Die Temperaturen sind konstant so Mitte 20 Grad, eigentlich angenehm zum Golfen oder für Gartenarbeiten aber eben noch nicht so richtig sommerlich heiss, fast schon frisch. Da kommt's sogar vor, dass man abends auch mal was Langärmliges überzieht. Aber wir wollen ja nicht klagen.

Unsere Hauptbeschäftigung ist weiterhin der Garten, wenn man da von Garten sprechen kann. Mit den Possums herrscht zurzeit Waffenstillstand. Aber wahrscheinlich planen die nur gerade die nächste Fruchtbauminvasion.


ein Tui auf einem NZ-Flachs, im Hintergrund zwei verschiedene Bananen,
Tuis sind endemisch zu Neuseeland und sie können fast jedes erdenkliche Geräusch nachmachen, sogar den sprechenden Mensch


so siehts aus, wenn unten im Sumpf wieder mal der Nebel regiert und bei uns oben das schönste Wetter herrscht



Schneesturm bei uns auf dem Berg???


Wir machen aber auch immer wieder Trips auf unserem eigenen Land. Da findet man immer wieder etwas neues oder interessantes.


ein Kiokio (Palm Leaf Fern) inmitten eines Piupiu (Crown Fern) in unserem Wald



neues Blatt eines Pongas (Silver Fern)



Praying Mantis (Gottesanbeterin)


Ich bin nun auch sowas wie ein Part-time-Volunteer beim Pukenui Forest Trust. Letzte und diese Woche bin ich da je 5 Stunden kreuz und quer, rauf und runter (zum Teil ziemlich steil) durch den Pukenui Forest gestampft (inklusive mehrere Flussüberquerungen, wobei 2 davon unnötig!) und das mit einem Rucksack voll mit Ersatzteilen oder Giften für die Possum- und Ratten-Baitstations (Falle mit Köder). 

Es hat ca alle 100 Meter eine Baitstation, die sowohl mit Rattenköder als auch mit Possumköder gefüllt ist. Die Baitstation ist so konstruiert, dass die Ratten nur den Rattenköder und die Possums nur den Possumköder fressen, tönt simpel ist aber gar nicht so einfach, da die Ratten sich allerhand einfallen lassen um an den "falschen" Köder ranzukommen. Der Possumköder ist mit Zyankali gespickt, das die Possums fast sofort tötet. Um mit Zyankali zu hantieren, braucht man eine Giftlizenz und da ich keine habe, musste ich mich auch nicht damit beschäftigen. Wir hatten sogar ein Antidote (Gegengift) dabei, weil schon die Dämpfe davon tödlich sein können. Um die Baitstations zu finden, benützen wir übrigens ein GPS, sonst würden wir die kaum finden im dichten Wald. Ich kam mir vor wie an einem Orientierungslauf. 
Beispiel einer Baitstation

Diese Woche hat's zudem dabei zeitweise auch noch geschüttet wie aus Kübeln und im Dschungel der Toetoes (einheimisches hohes Gras mit scharfen Kanten, deshalb auch Cutty Gras genannt) hab ich mich mehrfach geschnitten. Zu guter letzt wurde ich unterwegs auch noch von irgendwas (Spinne?) gebissen, so dass sogar mein Bein ein paar Tage angeschwollen war. Aber ich will ja nicht jammern, andere sind direkt in ein Wespennest getrampelt ...

Aber natürlich machen wir auch weiterhin regelmässig Ausflüge ans Meer oder auch mal in einen Rainforest.


Wanderung im Tangihua Forest




Das Captain Bougainville Memorial wurde zu Ehren der 16 Leute errichtet, die am 3. September 1975 vor dieser Küste bei Whananaki ums Leben kamen, nachdem nach einem Brand auf dem gleichnamigen Frachtschiff ein Rettungsboot kenterte, darunter auch die Frau und drei Kinder des französischen Kapitäns.




Auch hier weht ab und zu mal ein Lüftchen




Gaby in der traumhaften Tauwhara Bay



Tauwhara Bay


Daisy Bay



Life is beautiful!      irgendeine Bay an der Tutukaka Coast


Red-Billed Gull


Samstag, 31. Dezember 2011

the same procedure as every Year, Winston - Happy 2012


Die Zeit vergeht wie im Fluge. Weihnachten und der unnötige Geschenkerummel ist bereits wieder Vergangenheit und in Kürze stehen wir im neuen Jahr. Auch hier in Neuseeland schenken sich die Leute haufenweise unsinniges Zeug. Oft profitiert dann wenigstens die Heilsarmee und andere Hilfsorganisationen, weil viele Geschenke nach Weihnachten direkt bei ihnen landen. Schlimm finde ich die Leute, die Haustiere schenken. Nach Weihnachten kommen in der SPCA (die Organisation, die sich für Tiere einsetzt und auch als Tierheim amtet) in Auckland täglich 150 ungewollte Tiere (meist Hunde und Katzen) rein!

Die letzten Tage hats ziemlich viel geregnet und letzte Nacht hats auch noch geblitzt und gedonnert. So sitzen wir auch ab und zu mal drinnen und beschäftigen uns mit intellektuelleren Sachen.

Gaby am skypen

Die Schlacht mit den Possums ist noch nicht gewonnen, aber ich bin guten Mutes, obwohl ich krass in der Unterzahl bin. Da wieder ein paar Fruchtbäumchen fast völlig blattgestrippt wurden, haben wir angefangen, Zäune aus Blech oder Plastik um die beliebtesten Objekte zu bauen. 

Possums sind zwar gute Kletterer, aber auf dem Blech haben sie keinen Halt und aufspringen können sie höchstens einen Meter.

Es könnte gar sein, dass wir die Battle noch erweitern müssen, da Gaby neben dem Gemüsegarten kürzlich einen Stoat (Hermelin) umherlungern sah. Im Gegensatz zu den Possums, die nur nachts rumhängen, jagen Stoats zu jeder erdenklichen Tageszeit. Hoffen wir dass sich der Stoat nur verlaufen hat.
Stoat  (Mustela erminea)     Foto nicht von uns!

Zurzeit haben wir abends immer wieder die vom Licht angezogenen Huhu Beetles aussen an unserer Wohnzimmer-Glastüre. Der Huhu-Beetle ist einheimisch und der grösste Käfer in Neuseeland und wenn die dann so in die Scheibe donnern erschrickt man anfänglich, weil man denkt, das muss was Grösseres sein. Man gewöhnt sich dran.

Huhu Beetle (prionoplus reticularis), gehört zu der Familie der Longhorn Käfer

Neulich kam dann auch wieder mal ein von den Huhu-Beetles angelocktes Possum an eben dieser Glastür vorbei. Nur auf den Hinterbeinen stehend grabschte es dann nach den Huhu-Beetles und hat wohl einen davon erwischt. Einmal aus dem Larvenstatus raus, leben Huhu-Beetles ohnehin nur 2 Wochen. Das Possum mit seinen schlechten Augen hat uns im Wohnzimmer nicht mal bemerkt (obwohl wir nur gerade mal drei Meter entfernt sassen) und ist danach seelenruhig und gemütlich weitergezogen. 


Schafe nach dem Schafrennen an der A&P-Show in Whangarei


Gaby arbeitet inzwischen wieder in der Helena Bay Gallery (http://www.galleryhelenabay.co.nz/). So auch an Sylvester und an Neujahr. Somit werden sich unsere Neujahrsfeierlichkeiten in Grenzen halten, aber für ein Glässchen wird's wohl noch reichen.


Urquharts Bay (kein Schreibfehler)


Smugglers Bay


Uebrigens: Whangarei ist die nördlichste und somit auch die wärmste Stadt in Neuseeland



Also dann wünschen wir allen ein wunderschönes, erfolgreiches und fruchtbares 2012.