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Mittwoch, 13. April 2016

Nova Zelandia

Ostern ist auch schon wieder vorbei und der Herbst ist eingezogen. Abends wirds (Sommerzeit ade) wieder relativ früh dunkel.

Diese Saison haben wir die Gestaltung unseres Gartens noch etwas mehr forciert, auf Kosten unserer regelmässigen Ausflüge, die eher spärlich ausfielen.



unser Nachbar hat die Schweizer Fahne gleich gehisst!


Die Temperaturen sinken langsam, aber tagsüber ist es immer noch über 20 Grad. Dieser Sommer war der nasseste seit wir hier in Neuseeland sind. Und dabei haben die Meteorologen-Clowns noch einen Dürre-Sommer prophezeit (El Nino lässt grüssen). Die Pflanzen und der Garten lieben natürlich die warmen Sommerregen und uns erspart es natürlich ein paar Stunden an Pflanzengiessen.








Für dieses kleine Pälmchen hinten drauf (und noch zwei etwas kleinere, die nicht sichtbar sind), sind wir ca 300 km umhergefahren. Die Palme (Triangle Palm) ist hier auf dem Auto noch in einem Keramiktopf, aber wir haben sie bei uns (nach einer kleinen Adaptionszeit) in den Boden gesetzt. Da die Palme über 10 Jahre in der Wohnstube wohnte, haben sich die Blätter bei der geringsten Sonne gleich verbrannt. 


Das neueste Blatt hat sich erst in der Sonne geöffnet und ist deshalb auch unbeschadet völlig grün geblieben.





Hier ein paar Fotos von unseren spärlichen Ausflügen. Die ersten sind vom Tanekaha Loop Walk, eine Wanderung, die wir noch nie gemacht haben, aber unsere Erwartungen ziemlich übertroffen hat. Unmengen von Nikau Palmen säumen den ersten Teil der Wanderung und man überquert den Bach mindestens gefühlte hundert mal.


Whangarei Heads Peninsula im Hintergrund







das ist eine gestürzte Nikau Palme, die aber in der neuen Position munter weiterlebt




Tauwhara Bay




Wenn man in der Schweiz an Neuseeland denkt meint man das liegt doch auf der anderen Seite der Erde. So habe ich mir mal die Mühe gemacht, herauszufinden, wo man denn genau rauskommt, wenn man von uns hier in Whangarei ein Loch durch den Mittelpunkt der Erde gräbt.

Ich war doch etwas erstaunt, dass man nicht mal in Europa rauskommt, sondern in Afrika, etwas präziser hier:

Tangier, Marokko


Wenn man das Gleiche übrigens mit Auckland macht, kommt man in Spanien (also Europa für die Geographie Banausen) raus. Interessant, dabei ist Auckland nur 170 km entfernt von Whangarei.




Sticky

Wir hatten wieder mal Besuch von Sticky (Stick Insect). Wie der Name schon sagt, sehen sie aus wie ein Aestchen um sich damit vor allfälligen Angreifern zu tarnen. Hier an unserem Haus hilft die Tarnung allerdings nicht so wirklich. Der Kopf ist übrigens links oben (nicht rechts unten).




Maho Beach

Nein, das ist keine Fotomontage und es ist auch nicht unsere nächste Insel-Destination in Thailand. Maho Beach ist in der Karibik (St Maarten) und hinter dem Strand fängt auch gleich die Landebahn an (siehe nächstes Bild), die zudem nicht sonderlich lang ist. Der Strand ist wohl nur für Schwerhörige (und wer's nicht ist, wird's dann bald).







Auch Harry kam wieder zu uns in die Ferien und blieb fast zwei Wochen. Irgendwann fand er heraus, dass Gaby's Kopf ein sicherer Landeplatz ist und hat auch rege davon Gebrauch gemacht. 







Alle Jahre wieder hatten wir auch dieses Jahr Mäuse oben im Estrich. Viel Platz um da rauf zu kommen hat es nicht, aber Mäuse brauchen weniger als einen Zentimeter um irgendwo reinzuschleichen um dann im Innern der Wände in den Estrich zu gelangen. Es ist ziemlich nervig, wenn man sie dann oben rumwursteln hört und man kann so auf die Schnelle nichts machen.

So hab ich dieses Jahr mal ein paar neue Mausfallen gepostet. Mit den alten klassischen Schnappfallen haben wir hier noch nie eine Maus gefallen. 


Eine der neuen Fallen kommt von einer Firma namens "Swissinno" und muss wohl eine Schweizer Erfindung sein. Die Falle heisst SuperCat und es ist auch eine Snap Trap (Schnappfalle), aber mit einem etwas anderen Design und der Köder ist bereits fix installiert. Also SuperCat rauf in den Estrich, ab an den Strand, zurück nach Hause und SuperCat hat bereits zugeschlagen! Wie heisst es doch so schön: neue Besen kehren besser.







Und hier noch die Auflösung des letzten Rätsels. Das Wesen mit den zwei Teufelshörnchen ist eine Spinne, genauer eine "Two Spined Spider" (Poecilopachys australasia). Das Tierchen ist eigentlich aus Australien, hat sich aber in Neuseeland seit den 70ern festgesetzt und taucht demnach auch ab und zu in unserem Garten auf, selbstverständlich völlig harmlos.




für die, die's interessiert (die Interessierten), hier noch ein kleine Auswahl von aktuellen Fotos aus unserem Garten bzw rund ums Haus
















wieder mal unser Mt Hikurangi (es gibt noch zwei weitere in Neuseeland), unsere Aussicht; so viele verschiedene Stimmungen, man könnte ein ganzes Fotoalbum damit füllen





Chatham Islands Nikau Palms, wie unschwer zu erkennen ist. Schätzfrage des Tages: wieviele Palmen befinden sich in der Kiste bzw auf dem Foto?




Für uns geht's auch schon wieder bald los. Erst mal nach Malaysia, dann vielleicht nach Thailand, und dann wieder nach Malysia, bevor wir so Ende Mai in der Schweiz eintrudeln.


Liebe Grüsse aus Neuseeland

Donnerstag, 26. Februar 2015


Die Zeit vergeht und man merkt es kaum. Mehr als zwei Drittel unserer Neuseeland-Saison sind schon fast wieder vorbei.

Wir sind immer noch daran unsere umgebaute Cottage einzurichten. Fast ständig ändert mal wieder was oder kommt was dazu. Unser Geschirrspüler (den wir gerade mal 3 Monate hatten aber doch schon ein paar Jahre alt war) hat den Geist aufgegeben und da war rasches Handeln angesagt (wer will denn schon von Hand abwaschen und Wasser vergeuden). Miele kann in Neuseeland zurzeit nicht liefern, so "mussten" wir auf einen Bosch umsteigen.

Auf dem Programm sind auch neue Vorhänge, aber auch ein Insektennetz für die Wohnzimmer-Schiebetüre ist auf der Prioritätenliste. Nachdem ein Stuhl beim Scrabble spielen unter mir buchstäblich zusammengekracht ist (ohne grössere Schaden für mich, nur der Stuhl ist schrottreif), haben wir nun auch noch einen bescheidenen Esstisch mit Stühlen gepostet. Der eine oder andere Teppich wäre auch noch was u.s.w. und so fort.

Natürlich verbringen wir immer noch viel Zeit im Garten und im Busch (so dass fast das Golf zu kurz kommt), wo uns die Arbeit bis ans Ende unserer Tage nie ausgehen wird.








Zwischendurch wird auch mal ein bisschen Krafttraining gemacht


Kürzlich war ich auch mal wieder daran,einen dieser Stämme (Mamaku) abzusägen, was je nachdem ziemlich schweisstreibend sein kann. Als ich schon fast durch war mit Sägen (von Hand natürlich), schüttelte ich den Stamm um zu sehen, ob er nicht bald umfällt. Da kam oben aus dem Stamm ein Possum rausgeflutscht, wie ein Champagnerkorken, und endete auf einem anderen Baumfarn daneben. Ich erschrak natürlich und das Possum natürlich auch und wirkte verdattert und verschlafen, da sie ja nachtaktiv sind und tagsüber pennen.


Immer wieder schön, was man in unserem Garten sieht, hört oder fühlt. Die zahlreichen Vögel sind ein bedeutender Bestandteil davon.


Diese einfache Drossel, hat uns eine Weile lang jeden Morgen (meist auf dem Baumfarn sitzend), ein Liedchen gezwitschert.




Garden Orbweb Spider



Regenbogen im Hintergarten





Da wir immer so beschäftigt sind, kamen unsere Ausflüge diese Saison eindeutig zu kurz, hier aber doch ein paar Fotos davon.



Das Schild ist so dunkel, weil es reflektierend ist und somit nachts gut sichtbar ist, tagsüber trippeln da keine Kiwis rum. Der Kiwi auf dem Schild scheint wohl eine militärische Ausbildung anzustreben.



 Pataua, eines der wenigen Ferienörtchen, wo noch vorwiegend ursprüngliche Baches (Ferienhäuschen) zu finden sind 



Pataua North


Smugglers bay


Daisy Bay


nochmals Daisy Bay, man stelle sich vor, Sommer, ein toller Beach und kein Mensch dort


Zwischendurch hatten wir auch Besuch von meiner Schwester und meinem Schwager. Mit Ihnen gingen wir auch wieder mal in die berühmte Bay of Islands.


35 Degrees South in Paihia



Tapeka bei Russell


Neulich war ich daran, ein Hotel in Singapore zu buchen. Da stolperte ich über folgendes Angebot: "Superior Zweibettzimmer mit Meerblick" und darunter etwas kleiner geschrieben: "basement, no window, special deal"!!   Kleiner Scherz gefällig?



wieder mal "unser" Mt Hikurangi, mystisch wenn unten in den Niederungen noch der Nebel rumhängt


Seit meinem (Gaby natürlich) wöchigen Holz-Kunst-Kurs im Januar plane ich regelmässig Zeit für meine Kunstprojekte ein. Je mehr ich mich damit auseinandersetze desto mehr Ideen für neue Projekte kommen mir in den Sinn. Hier ein Foto von meinem letzten Projekt, dem Frangipani Gartenpole:



Und hier noch zwei Wandbilder von meinem Kurs. Bemalt mit "Milchfarbe", welche aus Kasein der Milch sowie Kalk und Pigmenten besteht. Eine alte Art Farbe herzustellen welche früher und heute immer noch zum Bemalen von Lehmhäusern angemixt wurde/wird:





Zu berichten gibt es auch, dass wir dieses Jahr zum ersten Mal viele Äpfel ernten können und dies ist so motivierend und so ein tolles Gefühl, dass ich gleich wieder neue Fruchtbäumchen einsetzen möchte. Auf meiner Wunschliste steht ein "Soaptree" der Nüsse produziert, welche man wie Seife benutzen kann sowie ein "Chocolate Pudding" Baum (die Früchte schmecken scheinbar wie Schokoladenpudding und das gleich vom Baum.....) sowie ein Mandelbaum. Tom meint, dass ich mal eine Pause einlegen soll da wir jetzt schon sehr viele im Garten stehen haben. Aber leider geht es halt meistens ein paar Jahre bis man die ersten Früchte ernten kann... Ich weiss auch immer mehr über das Thema Fruchtbäume (also nicht mehr so viel Arbeit habe und relaxter bin) was wieder sehr für ein paar Neuzugänge sprechen würde!

 Hier noch ein Foto von meinerm letzten Bund Bananen. Weiss nie genau wann man diese ernten soll, da man sie noch grün vom Strunk schneidet. Dieses Mal dachte ich, ich hätte sie eindeutig zu früh geerntet da sie hart und absolut ungeniessbar waren. Aber ein paar Tage im Heisswasser-Zylinder-Tank-Schrank und sie schmeckten bestens....






Wir wünschen Rita gute Besserung nach der Operation! Wir denken an dich.

Gaby und Tom



Mittwoch, 27. November 2013

Land of the long white Cloud

So sind wir also wieder im Land der langen Weissen Wolke oder einfach Aotearoa oder noch einfacher Neuseeland.

Unsere Hauptbeschäftigung ist zurzeit unser Garten bzw die Bearbeitung unseres Landblocks. Das Unkraut hat wie jedes Jahr keine Ferien gemacht, vor allem die diversen Gräser wuchern überall, so dass ich unzählige Stunden mit dem Rasentrimmer verbracht habe. Für einen Rasenmäher ist unser Gelände viel zu uneben.

Die Pflanzen haben den (milden) Winter mehr oder weniger schadlos überstanden. Und auch die Vogelwelt ist immer noch gut und zahlreich vertreten ums Haus herum, neben den ordinären Amseln und Drosseln und den lautstarken Fasanen (wie eine rostige alte Autohupe) hört oder sieht man die farbigen Eastern Rosellas, Kingfisher, die kleinen Grey Warbler, Shining Cuckoo (der seine Eier ins Nest des Grey Warblers legt zum ausbrüten) oder die kleine einheimische Eule mit dem etwas seltsamen Namen Morepork (Ruru) um nur einige zu nennen.


Eastern Rosella, eigentlich aus Australien, hat sich aber gleich selber eingeführt in Neuseeland (Archivfoto)



Bird of Paradise



Selbstverständlich sind auch die Quails immer noch ums Haus herum, schliesslich wohnen wir ja am Quail Rise. Im Moment marschieren sie mit heerscharen von Jungen ums Haus herum, allerdings sind sie immer noch ziemlich ängstlich, (wenn auch nicht mehr ganz so ängstlich wie zu Beginn) und sind deshalb etwas schwer auf die Kamera zu bringen.




Zwischendurch hat Gaby mal für ein paar Tage die Hühner des Nachbarn gefüttert und ich habe währenddessen den Briefkasten (unsere Post kommt auch zu unserem Nachbarn) kontrolliert und war nicht schlecht erstaunt, dass ich darin eine Ameisenkolonie eingenistet hat, allerdings mussten diese den spärlichen Platz noch mit ein paar Spinnen teilen. Ich hab da nichts angerührt und habs dem Nachbarn dann mitgeteilt und erstaunlicherweise war ihm das bestens bekannt.



über den Wolken ... (nein, das ist nicht DIE besagte lange weisse Wolke)



so sieht unsere Sicht dann aus, wenn sich der Nebel unten im Tal teilweise gelichtet hat



Freitags sind wir jeweils wieder in der Jail Bar und es ist, als hätte man Neuseeland nie verlassen. Immerhin haben wir ein paar neue interessante Facts herausbekommen über die Bargänger.

Mike zum Beispiel ist scheinbar ein Cousin irgendwelchen Grades von Keith Richard (Rolling Stones) und das sei sogar sehr detailliert nachgewiesen.

Mehr imponiert hat mir allerdings, als ich erfahren habe, dass Farmer Ted, der Farmer gleich unten an der Strasse, 1968 (Mexico) und 1972 (München) zweimal als Hockey-Nationalspieler für Neuseeland im Einsatz war. Er hat sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag (wenn auch ein ziemlich kurzer). 1976 wurden die Neuseeländer dann sogar Olympiasieger.

Gaby ist übrigens jetzt auch öfters mal hinter der Bar, da die anderen "Barkeeper" nach ein paar Drinks öfters mal überfordert sind. Allerdings schafft sie es immer noch nicht, ihr einziges (Light-)Bier vor Torschluss leer zu trinken.


auf dem Mt Aubrey-Track

Whananaki South Beach




Wir wurden auch gleich wieder für die Volunteer-Arbeit im nahegelegen Pukenui-Forest eingespannt.

Hier  wurden ein paar neue Stoats-Fallen (die Kiste am Rücken) aufgestellt, wobei wir da eine gute Stunde wanderten bis zum designierten Standort.

Danach ging ich übrigens noch locker eine Runde Golf spielen.













Seit kurzem wohnt übrigens eine Ente etwas abseits auf unserem Gelände, obwohl Wasser eigentlich nur hintem im Wald zu finden ist. Ich hab sie auch nur bemerkt, weils sie lautstark über ein Blech getrampelt ist, als ich ihr anscheinend ungewollt zu nahe kam.



Der Hatea River Walkway führt vom Stadtzentrum (bzw Town Basin für Experten) zu den Whangarei Falls, den meistfotografierten Wasserfällen Neuseelands. Immer wieder erstaunlich, wie abgelegen man sich da vorkommt, obwohl man quasi "mitten" in der Stadt ist.



 auch diese Hängebrücke ist praktisch in Whangarei (Waimahanga Walkway)

Die Temperaturen hier sind tagsüber fast immer über 20 Grad, sehr anständig für den Frühling. Glücklicherweise regnet es auch ab und zu mal, so dass auch bei den Aengstlicheren keine Wasser-Panik aufkommt.


Nein, keine Angst, das ist (noch) nicht das Ende des werbelosen Blogs, nur was aus dem guten alten Bern! Wer findet den Bären??