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Donnerstag, 26. Februar 2015


Die Zeit vergeht und man merkt es kaum. Mehr als zwei Drittel unserer Neuseeland-Saison sind schon fast wieder vorbei.

Wir sind immer noch daran unsere umgebaute Cottage einzurichten. Fast ständig ändert mal wieder was oder kommt was dazu. Unser Geschirrspüler (den wir gerade mal 3 Monate hatten aber doch schon ein paar Jahre alt war) hat den Geist aufgegeben und da war rasches Handeln angesagt (wer will denn schon von Hand abwaschen und Wasser vergeuden). Miele kann in Neuseeland zurzeit nicht liefern, so "mussten" wir auf einen Bosch umsteigen.

Auf dem Programm sind auch neue Vorhänge, aber auch ein Insektennetz für die Wohnzimmer-Schiebetüre ist auf der Prioritätenliste. Nachdem ein Stuhl beim Scrabble spielen unter mir buchstäblich zusammengekracht ist (ohne grössere Schaden für mich, nur der Stuhl ist schrottreif), haben wir nun auch noch einen bescheidenen Esstisch mit Stühlen gepostet. Der eine oder andere Teppich wäre auch noch was u.s.w. und so fort.

Natürlich verbringen wir immer noch viel Zeit im Garten und im Busch (so dass fast das Golf zu kurz kommt), wo uns die Arbeit bis ans Ende unserer Tage nie ausgehen wird.








Zwischendurch wird auch mal ein bisschen Krafttraining gemacht


Kürzlich war ich auch mal wieder daran,einen dieser Stämme (Mamaku) abzusägen, was je nachdem ziemlich schweisstreibend sein kann. Als ich schon fast durch war mit Sägen (von Hand natürlich), schüttelte ich den Stamm um zu sehen, ob er nicht bald umfällt. Da kam oben aus dem Stamm ein Possum rausgeflutscht, wie ein Champagnerkorken, und endete auf einem anderen Baumfarn daneben. Ich erschrak natürlich und das Possum natürlich auch und wirkte verdattert und verschlafen, da sie ja nachtaktiv sind und tagsüber pennen.


Immer wieder schön, was man in unserem Garten sieht, hört oder fühlt. Die zahlreichen Vögel sind ein bedeutender Bestandteil davon.


Diese einfache Drossel, hat uns eine Weile lang jeden Morgen (meist auf dem Baumfarn sitzend), ein Liedchen gezwitschert.




Garden Orbweb Spider



Regenbogen im Hintergarten





Da wir immer so beschäftigt sind, kamen unsere Ausflüge diese Saison eindeutig zu kurz, hier aber doch ein paar Fotos davon.



Das Schild ist so dunkel, weil es reflektierend ist und somit nachts gut sichtbar ist, tagsüber trippeln da keine Kiwis rum. Der Kiwi auf dem Schild scheint wohl eine militärische Ausbildung anzustreben.



 Pataua, eines der wenigen Ferienörtchen, wo noch vorwiegend ursprüngliche Baches (Ferienhäuschen) zu finden sind 



Pataua North


Smugglers bay


Daisy Bay


nochmals Daisy Bay, man stelle sich vor, Sommer, ein toller Beach und kein Mensch dort


Zwischendurch hatten wir auch Besuch von meiner Schwester und meinem Schwager. Mit Ihnen gingen wir auch wieder mal in die berühmte Bay of Islands.


35 Degrees South in Paihia



Tapeka bei Russell


Neulich war ich daran, ein Hotel in Singapore zu buchen. Da stolperte ich über folgendes Angebot: "Superior Zweibettzimmer mit Meerblick" und darunter etwas kleiner geschrieben: "basement, no window, special deal"!!   Kleiner Scherz gefällig?



wieder mal "unser" Mt Hikurangi, mystisch wenn unten in den Niederungen noch der Nebel rumhängt


Seit meinem (Gaby natürlich) wöchigen Holz-Kunst-Kurs im Januar plane ich regelmässig Zeit für meine Kunstprojekte ein. Je mehr ich mich damit auseinandersetze desto mehr Ideen für neue Projekte kommen mir in den Sinn. Hier ein Foto von meinem letzten Projekt, dem Frangipani Gartenpole:



Und hier noch zwei Wandbilder von meinem Kurs. Bemalt mit "Milchfarbe", welche aus Kasein der Milch sowie Kalk und Pigmenten besteht. Eine alte Art Farbe herzustellen welche früher und heute immer noch zum Bemalen von Lehmhäusern angemixt wurde/wird:





Zu berichten gibt es auch, dass wir dieses Jahr zum ersten Mal viele Äpfel ernten können und dies ist so motivierend und so ein tolles Gefühl, dass ich gleich wieder neue Fruchtbäumchen einsetzen möchte. Auf meiner Wunschliste steht ein "Soaptree" der Nüsse produziert, welche man wie Seife benutzen kann sowie ein "Chocolate Pudding" Baum (die Früchte schmecken scheinbar wie Schokoladenpudding und das gleich vom Baum.....) sowie ein Mandelbaum. Tom meint, dass ich mal eine Pause einlegen soll da wir jetzt schon sehr viele im Garten stehen haben. Aber leider geht es halt meistens ein paar Jahre bis man die ersten Früchte ernten kann... Ich weiss auch immer mehr über das Thema Fruchtbäume (also nicht mehr so viel Arbeit habe und relaxter bin) was wieder sehr für ein paar Neuzugänge sprechen würde!

 Hier noch ein Foto von meinerm letzten Bund Bananen. Weiss nie genau wann man diese ernten soll, da man sie noch grün vom Strunk schneidet. Dieses Mal dachte ich, ich hätte sie eindeutig zu früh geerntet da sie hart und absolut ungeniessbar waren. Aber ein paar Tage im Heisswasser-Zylinder-Tank-Schrank und sie schmeckten bestens....






Wir wünschen Rita gute Besserung nach der Operation! Wir denken an dich.

Gaby und Tom



Mittwoch, 15. Februar 2012

Summertime

Mõrena

Inzwischen sind wir im Hochsommer hier, aber so richtig sommerlich ist es noch nicht, aber die Grillen grillen wie irr (nicht auf dem Grill). Die Temperaturen sind konstant so Mitte 20 Grad, eigentlich angenehm zum Golfen oder für Gartenarbeiten aber eben noch nicht so richtig sommerlich heiss, fast schon frisch. Da kommt's sogar vor, dass man abends auch mal was Langärmliges überzieht. Aber wir wollen ja nicht klagen.

Unsere Hauptbeschäftigung ist weiterhin der Garten, wenn man da von Garten sprechen kann. Mit den Possums herrscht zurzeit Waffenstillstand. Aber wahrscheinlich planen die nur gerade die nächste Fruchtbauminvasion.


ein Tui auf einem NZ-Flachs, im Hintergrund zwei verschiedene Bananen,
Tuis sind endemisch zu Neuseeland und sie können fast jedes erdenkliche Geräusch nachmachen, sogar den sprechenden Mensch


so siehts aus, wenn unten im Sumpf wieder mal der Nebel regiert und bei uns oben das schönste Wetter herrscht



Schneesturm bei uns auf dem Berg???


Wir machen aber auch immer wieder Trips auf unserem eigenen Land. Da findet man immer wieder etwas neues oder interessantes.


ein Kiokio (Palm Leaf Fern) inmitten eines Piupiu (Crown Fern) in unserem Wald



neues Blatt eines Pongas (Silver Fern)



Praying Mantis (Gottesanbeterin)


Ich bin nun auch sowas wie ein Part-time-Volunteer beim Pukenui Forest Trust. Letzte und diese Woche bin ich da je 5 Stunden kreuz und quer, rauf und runter (zum Teil ziemlich steil) durch den Pukenui Forest gestampft (inklusive mehrere Flussüberquerungen, wobei 2 davon unnötig!) und das mit einem Rucksack voll mit Ersatzteilen oder Giften für die Possum- und Ratten-Baitstations (Falle mit Köder). 

Es hat ca alle 100 Meter eine Baitstation, die sowohl mit Rattenköder als auch mit Possumköder gefüllt ist. Die Baitstation ist so konstruiert, dass die Ratten nur den Rattenköder und die Possums nur den Possumköder fressen, tönt simpel ist aber gar nicht so einfach, da die Ratten sich allerhand einfallen lassen um an den "falschen" Köder ranzukommen. Der Possumköder ist mit Zyankali gespickt, das die Possums fast sofort tötet. Um mit Zyankali zu hantieren, braucht man eine Giftlizenz und da ich keine habe, musste ich mich auch nicht damit beschäftigen. Wir hatten sogar ein Antidote (Gegengift) dabei, weil schon die Dämpfe davon tödlich sein können. Um die Baitstations zu finden, benützen wir übrigens ein GPS, sonst würden wir die kaum finden im dichten Wald. Ich kam mir vor wie an einem Orientierungslauf. 
Beispiel einer Baitstation

Diese Woche hat's zudem dabei zeitweise auch noch geschüttet wie aus Kübeln und im Dschungel der Toetoes (einheimisches hohes Gras mit scharfen Kanten, deshalb auch Cutty Gras genannt) hab ich mich mehrfach geschnitten. Zu guter letzt wurde ich unterwegs auch noch von irgendwas (Spinne?) gebissen, so dass sogar mein Bein ein paar Tage angeschwollen war. Aber ich will ja nicht jammern, andere sind direkt in ein Wespennest getrampelt ...

Aber natürlich machen wir auch weiterhin regelmässig Ausflüge ans Meer oder auch mal in einen Rainforest.


Wanderung im Tangihua Forest




Das Captain Bougainville Memorial wurde zu Ehren der 16 Leute errichtet, die am 3. September 1975 vor dieser Küste bei Whananaki ums Leben kamen, nachdem nach einem Brand auf dem gleichnamigen Frachtschiff ein Rettungsboot kenterte, darunter auch die Frau und drei Kinder des französischen Kapitäns.




Auch hier weht ab und zu mal ein Lüftchen




Gaby in der traumhaften Tauwhara Bay



Tauwhara Bay


Daisy Bay



Life is beautiful!      irgendeine Bay an der Tutukaka Coast


Red-Billed Gull